Ein Bericht der Familie Warnecke zum Projekt in Winneba/Ghana.
Wir sind von unserer dreiwöchigen Reise nach Ghana zurückgekehrt – eine Reise voller Eindrücke, Abenteuer und bewegender Begegnungen. Begleitet von Willi als erfahrenem Reiseführer, der sein Freiwilligendienst in einem Nachhaltigkeitsprojekt in Accra macht, konnten wir nicht nur beeindruckende Landschaften, wilde Elefanten, Affen und Flughunde in den Nationalparks erleben, sondern vor allem auch das Projekt besuchen, an das ein Teil der Spenden des THG-Advents-Cafés und der FAIRburg in Höhe von insgesamt 1.100 Euro gegangen sind: "Blessed Home".
Ein Ort der Perspektive für minderjährige Mütter
Das Projekt "Blessed Home" befindet sich in Winneba, einer Küstenstadt rund 60 km westlich von Accra. Es bietet minderjährigen Müttern und ihren Kindern ein sicheres Zuhause, Ausbildung und vor allem eine neue Lebensperspektive. 34 junge Frauen leben dort mit ihren 15 Kindern in einem gemeinschaftlichen, aber strukturierten Umfeld. Jede Wohneinheit verfügt über ausreichende Badezimmer mit fließendem Wasser – ein hoher Standard für die Region.
Geleitet wird das Projekt von Mike Arhin, einem Ghanaer, der 15 Jahre in Deutschland gearbeitet hat. Er bringt nicht nur interkulturelle Erfahrung mit, sondern hat auch einen hohen freiheitlichen und sozialen Standard im Projekt etabliert. Er arbeitet als Psychologe im Krankenhaus von Winneba und koordiniert das Projekt ehrenamtlich. Die jungen Frauen kochen gemeinsam, kümmern sich eigenverantwortlich um Haushalt und Kinderbetreuung – und besuchen vor allem die Nähschule, die den Kern des Projekts bildet.

Spenden mit Wirkung
Die über das THG und von FAIRburg eingebrachten 1.100 Euro wurden direkt und sinnvoll investiert:
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Neue Nähmaschinen konnten angeschafft werden, die nun den Mädchen zur Verfügung stehen, um das Schneiderhandwerk zu erlernen.
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Ein Teil der Spende floss in die Trinkwasserversorgung des Hauses – ein wichtiger Beitrag zur Gesundheit und Hygiene vor Ort.
Die zweijährige Ausbildung zur Schneiderin endet für jede Teilnehmerin mit dem Geschenk einer eigenen Nähmaschine – ihr „Startkapital“ für ein selbstständiges Leben. Durch das Nähen können sie finanziell unabhängig werden, was sie vor Armut schützt und ihnen neue Wege eröffnet – fernab von familiärer oder gesellschaftlicher Abhängigkeit.
Nachhaltigkeit und Freiwilligenarbeit
"Blessed Home" überzeugt nicht nur durch seine soziale Wirkung, sondern auch durch ein durchdachtes ökologisches Konzept.
Das Gelände verfügt über Solaranlagen, nutzt Regenwasser und betreibt einen Garten mit Nutzpflanzen wie Yam und Maniok. Zusätzlich unterstützt
eine Herberge für Ehrenamtliche, die für 2-3 Monate im Projekt mitarbeiten, den laufenden Betrieb. Sie engagieren sich u.a. bei Ausbesserungsarbeiten, in der Gartenarbeit oder
als Betreuer:innen für die Kinder. Die Kinder bekommen durch einen geregelten Alltag mit Kindergarten, Vorschule und gutem Essen eine solide Basis für ihre Schulzeit. Derzeit wird außerdem ein
neues Guesthouse gebaut, über dessen Vermietung bald die Fixkosten für das Projekt "Blessed Home" getragen werden sollen.
Ein Ort voller Hoffnung
Die Atmosphäre vor Ort war aufgeschlossen, lebendig und herzlich. Besonders beeindruckt hat uns der Nählehrer, ein kreativer und zugewandter Mensch, der den Mädchen mit Respekt und Herzlichkeit begegnet. Es war spürbar, dass hier mehr als nur ein Handwerk gelehrt wird: Es ist ein Ort der Ermutigung und Selbstermächtigung.
Wir möchten allen Spender:innen danken – Ihre Unterstützung ist angekommen und entfaltet nachhaltige Wirkung.
"Blessed Home" ist ein Beispiel dafür, wie aus einer kleinen finanziellen Hilfe ein großer Unterschied entstehen kann.
Willi, Martha & Jenny Warnecke
Fotos: Willi & Martha Warnecke
(Larabanga Alte Moschee, Wassertank Projektgelände, Regenwassertank Projektgelände)


















